Blumenkinder und Kriegsgegner

 

In den 60er Jahren wurden die Jeans zur Uniform der Individualisten und Protestgruppen. Amerikas Jugend stellte alle traditionellen Werte in Frage. Es formierten sich Protest- und Friedensbewegungen gegen den Vietnamkrieg.

 

Aussteigen, Experimente mit Drogen und sexuelle Freiheit gehörten zu dem neuen Lebensstil. Nahe dem Golden Gate Park von San Francisco entstand die erste und berühmteste Hippiekolonie. Auch die Blumenkinder fanden die erschwinglichen Jeans ideal, um sich damit auszudrücken.

 

Blumenkinder
 

 

Zur gleichen Zeit war man jenseits des Atlantiks gerade dabei, den Mythos vom "American Way of Life" nachzuempfinden, als in England der Beatles-Boom losging und in Mode wie Musik für Europa die Swinging Sixties einläutete.
 
Jeans wurden zum Unisex-Artikel. Ohne sie wären das legendäre Woodstock-Festival und der Kultfilm "Easy Rider" (1969) undenkbar gewesen. Danach wurde der blaue Denim zum prägenden Zeichen der Ära, nicht nur in Hosenform, auch als Kappen, Taschen und Schuhe.
 
Mit Beginn der 70er Jahre tauchten die ersten europäischen Hersteller auf dem Markt auf, wie Peter Golding (UK), Fiorucci (Italien) und Marithe und Francois Girbaud (Frankreich)
 
Ihre Jeans waren von dem amerikanischen Original weit entfernt. Hüfthosen und ein ausgeprägter Knack-Po machten Furore, komplette Denim-Outfits kamen in Mode, glitzernd verziert für die anrollende Disco-Ära.

1977 gab es von Gloria Vanderbilt die ersten teuren Designer-Jeans. Es fanden sich schnell Nachahmer, die teilweise auf stark sexorientierte TV-Werbung aufbauten, wie beispielsweise Calvin Klein.

 
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