Mit den Goldgräbern begann 's

Wären die kalifornischen Goldgräber nicht gewesen, wer weiss, ob die Jeans heute überhaupt existieren würde. Denn diese harten Burschen, die auf den Knien den Sand der Flüsse im Goldenen Westen nach Gold durchpflügten, waren es, die nach robusten Hosten verlangten.

Levi Strauss, ein 1847 aus dem fränkischem Buttenheim nach Amerika emigrierter Schneider, nähte ihnen "Halboveralls" aus robustem, braunen Segeltuch, das er ursprünglich den Einwanderern für Zelte und Wagenplanen verkaufen wollte.

Die Kupfernieten an den Taschen erfand Jacob Davis, Schneider in Nevada, als er es leid war, den Goldsuchern ständig die ausgerissenene Taschen ihrer Hosen zu flicken. Die erste Levi 's war geboren.

Minenarbeiter, Farmer und Cowboys westlich des Mississippi blieben auch für die nächsten 50 Jahre die eifrigsten Jeansträger.

1902 starb Levi Strauss als reicher Mann, aber der Siegeszug seiner "Blauen" ging weiter. Sie erlebten die 20er Jahre, als die Baumwollpreise drastisch fielen, überdauerten die Wirtschaftskriese in den 30ern.

1937 bekam die Levi 's ihr wichtigstes Markenzeichen, das rote "Fähnchen" an der rechten Gesässtasche.

Bereits in den späten 30er Jahren hatten die "Double XX 501" - Overalls auch in den Grossstädten ihre treuen, sogar fanatischen Fans.

Die erste Werbeanzeige lief in der Luxuszeitschrift "Vogue". Verglichen mit anderen, billigeren Jeans wurden die ehemaligen Workerhosen als Statussymbol betrachtet.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Levi 's für Zivilisten zur Mangelware. Denn mit diesem "notwendigen Produkt für die Kriegsbemühungen" wurden fortan die Soldaten ausgerüstet.

Unnötiges Zubehör wie Aufschläge, Hosenträgerknöpfe und die hintere Schnalle fielen weg. Die "501" hatte ihr heutiges Aussehen erreicht. Alle wollten die Hose haben, an die so schwer ranzukommen war.
 
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