Geschichte
Sortiment
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1932 Luise nimmt die Fäden in die Hand .....und gründet die L. Hermann Kleiderfabrik in Künzelsau, als die Holzhandlung der Familie in Schwierigkeiten kam. Die resolute Luise lernt innerhalb kürzester Zeit das Schneidern und beginnt am 2. Juli 1932 mit 6 Näherinnen die Produktion von Arbeitskleidung. Die Patente Unternehmerin beweist viel Mut und Selbstbewusstsein in der damaligen Zeit. Das Unternehmen wächst und legt mit der Verbindung der Familien Hermann und Sefranek den Grundstock für eine grosse Zukunft
1945 Die "Jungen" kommen Luises Sohn Rolf Hermann und Schwiegersohn Albert Sefranek treten in das Familienunternehmen ein. Nach Kriegsende sind Stoffe schwer zu bekommen, und man produziert und improvisiert mit typisch schwäbischem Erfindergeist und allen Materialien, die greifbar waren. Ob Dirndl. Overall oder Arbeitsanzug -- L. Hermann fertigt Kleidung für fast alle Berufe. 1948 Die erste Jeans aus sechs Flaschen Schnaps Mit dem Einstig Albert Sefraneks in das Unternehmen nimmt die Geschichte der deutschen Jeans ihren Anfang. Trotz heftigster Widerstände gegen die "unanständige Karussellfahrerhose" schafft es Albert, den ersten Auftrag über 300 blaue Arbeiterhosen zu bekommen. Er tauscht mit einem GI sechs Flaschen Hochprozentiges "aus verwandtschaftlicher Produktion" gegen sechs Amihosen und hat sein erstes Schnittmuster. Schon ein Jahr später stellt man die "Röhrleshose", wie die Schwaben sie wegen ihres engen Schnittes taufen, serienmässig her. 1953 Sexy, unanständig und völlig blau..... kommt die erste Damenjeans daher. Damit aber auch die anständigen Frauen sie tragen können, lässt sich Sefranek etwas einfallen. Als "Girl's Campinghose" geht die körperbetonte Hose bündelweise über den Ladentisch. 1955 Innovationen aus Künzelsau geben dem gesamten Jeansmarkt immer wieder neue Impulse. Wie zum Beispiel die erste Cordjeans in ganz Europa, mit der die Hermann'sche Produktpalette weiter ausgebaut wird. Und auch in den folgenden Jahren sollte sich der Jeanssektor prächtig weiterentwickeln. Nur selten wurden sechs Flaschen Schnaps so gut investiert. 1958 Der Mann, der Sie Pferd nennt, war Albert Sefranek. Er erfindet die Marke MUSTANG. Inspiriert durch das amerikanische Lebensgefühl, suchte er nach einem Namen, der den Geruch des "Wilden Westens" verströmt und an Helden wie James Dean und Marlon Brando erinnert. Er findet ihn in einem Tier; das für den Inbegriff der Freiheit Amerikas steht. Und eine Marke zieht aus, um die Welt zu erobern. 1961 Albert hat den Stoff gestreckt, und eine weitere Innovation Made in Künzelsau bahnt sich ihren erfolgreichen Weg! Die erste Stretchjeans weltweit bringt MUSTANG auf die Überholspur. 1968 Luise gibt die Zügel aus der Hand. Albert und Rolf machen Luise in Sachen Schöpfergeist alle Ehre. So manche kleine und grosse Erfindung wird in der Tat umgesetzt. Die kreativen "Denim-Köche" schieben die Hosen in einen speziell entwickelten Backofen und erfinden so die ewig haltbare Bügelfalte. Das Produkt heisst "Normstabile Hermannhose" und verkauft sich von alleine. Grösse und schneller geht's dann in den Siebzigern weiter. Als 1972 die Olympischen Spiele nach München kommen, entwirft MUSTANG die Freizeitkleidung der deutschen Mannschaft und sorgt dafür, dass deutsche Athleten nicht nur im Wettbewerb eine gute Figur machen. 1974 Albert und Heiner im Goldrausch Bereits 1971 wird die gesamte Produktion von Berufsbekleidung auf Jeansmode umgestellt. Dank Werbung in Stern, Spiegel, Freundin und auf Banden in Fussballstadien kennt bald jeder die Hose mit dem Pferd, und die Produktrange wird mit T-Shirts, Hemden und Accessoires immer weiter ausgebaut. Die Jeans, das ehemalige enfant terrible, wird zu everybody's darling, und Künzelsau kann sich über Rekordumsätze freuen. Heiner, der neu ins Geschäft einsteigt, treibt gemeinsam mit seinem Vater das Unternehmen voran. 1979 Leute von heute lautet die neue Kampagne von MUSTANG., mit der Heiner und Albert dafür sorgen, dass die Zukunft der blauen Hose ganz rosig aussieht. Prominente Unterstützung bekommt die Kampagne z. B. durch Reinhard Mey und Reinhold Messner, die als Testimonial für das blaue Wunder aus Künzelsau werben. Die Expansion des Unternehmens wird eingeläutet. 1981 Das Blaufieber in Südeuropa zeugt von der Expansion der Produktionsstätten zu den südeuropäischen Nachbarn Frankreich und Portugal. Trotz einer schwierigen Phase in der Jeansbranche schafft MUSTQANG das Kunststück, die Produktion zu verdoppeln und den Vertrieb auszubauen. Stone Washed wird populär, und so halten Bimsstein und Enzyme den Einzug in die Wäschereien. Und Ende der Achtziger ist die Jeans - trotz schnelllebiger Modetrends - wieder zurück! 1989 Nieten und Nadelstreifen. MUSTANG erhält die Lizenz für JOOP! JEANS. Mit viel Liebe zum Detail werden hochwertige Designerjeans gefertigt. Die intensive Zusammenarbeit zwischen Wolfgang Joop und MUSTANG ist schnell von Erfolg gekrönt. 1991 Himmel, Arsch und Zwirn. Die erfolgreiche Kampagne legt den Grundstein für das ausgeprägte Qualitätsimage von MUSTANG. Gleichzeitig werden weitere firmeneigene Produktionsstandorte in Osteuropa und Russland eröffnet und zahlreiche Vertriebsgesellschaften zur Stärkung des Exports gegründet. Erfolgreiche Kollektionen, grosse Werbeinvestitionen und die neuen Strukturen in den Absatz- und Beschaffungsmärkten wirken sich positiv auf die Umsatzzahlen aus. 1993 Pferde im Weltall - MUSTANG und W.&L.T. schon von Anfang an steht die banale Faser für Heiner Sefranek und Walter van Beirendonck im Hintergrund. "Wir produzieren Lifestyle. Gefühl und Kommunikation - und unter anderem auch Kleidung! Die Jugend der Neunziger braucht neue. provozierende Konzepte, um sich abzuheben." Mit W.&L.T. und seinem Motto "Kiss the Future" ist der Trend der Neunziger zum Label geworden. Die Kollektionen überraschen mit Tonmodulen, Leuchtsignalen oder Geruchssalven und werden so zum extraterrestrischen Event am Körper. 1995 Wie klingt eigentlich eine Jeans? Eine ähnliche Richtung wie W.&L.T. verfolgt das Lifestylekonzept "Jeans and Music" - kurz "JAM" - das Heiner Sefranek zusammen mit Viva entwickelt: weniger Stoff, mehr Lifestyle "JAM" umfasst alle Medien: angefangen bei der Music - und Lifestyle - Sendung, über das Magazin bis hin zum Mustang Store, in dem sich unter anderem das erste Internet - Cafe Deutschlands befindet. Albert Sefranek zieht sich aus der Geschäftsleitung zurück und überlässt Heiner die Zügel. 1997 Neunundzwanzigtausendneunhundert Meter Denim werden täglich verarbeitet, damit die daraus verarbeiteten dreiundzwanzigtrausend Jeans in die ganze Welt ausgeliefert werden können. An dem blauen Wunder aus Hohenlohe arbeiten rund zweitausend Menschen in vierundzwanzig Ländern. 1999 Immer einen Schritt voraus. Mit der Vergabe der Schuhlizenz startet Mustang in ein neues Geschäftsfeld. Von Kopf bis Fuss soll der MUSTANG Style auf eine immer jüngere Käuferschichten anziehend wirken. 2000 Willy setzt aufs richtige Pferd. Die MUSTANG Gruppe gewinnt eine weitere edle Marke für sich. Sie schliesst mit Bogner einen Lizenzvertrag für die Marke "Bogner-Jenas" ab und entwirft seitdem raffinierte Jeansmode aus innovativen Stoffen. Die 6-Pocket-jeans ist patentiert, die Skifahrerjeans ist wasser- und windabweisend, die Motorradfahrerjeans reissfest - und das Material der Sommerjeans kühlt an heissen Tagen. 2001 True Style never dies. Passend zu der selbstbewussten Einstellung gibt es die Werbekampagne, in der die "True Styler" nicht nur Fashion - Victims und Baywatch - Schönheiten vor kurzlebigen Modetrends, sondern auch starke Männer vor den ewigen Jagdgründen retten. 2003 Konzepte mit Zukunft Die Produkte von MUSTANG sind in 44 Ländern präsent - und das mit ständig wachsendem Erfolg. So werden in mehreren deutschen Grossstädten MUSTANG Stores etabliert und ständig wird daran gearbeitet, das Sortiment und die Präsentation zu optimieren. Auch der Eröffnung von MUSTANG Stores im Ausland sind keine Grenzen mehr gesetzt. Dass MUSTANG ein Powerpaket wie sein Namensgeber ist, beweist sein langes Bestehen. Nach rund 70 Jahren in der Bekleidungsindustrie ist MUSTANG als Markenhersteller immer noch die Nummer eins, und Heiner Sefranek ist der Meinung, dass die Jeans so wandlungsfähig ist, dass sie uns wohl alle überlebt. 2004 Die in den eigenen Stores gemachten Erfahrungen werden übertragen auf die Zusammenarbeit mit dem Fachhandel. MUSTANG startet auf breiter Front Flächenkooperationen mit seinen Kunden, wobei MUSTANG für die richtige Bestückung der überlassenen Flächen zuständig ist und der Kunde sich auf den Verkauf konzentriert. Auch Franchising mit grösseren Stand - alone - Stores wird in Angriff genommen. Der Lifestyle - Aspekt der Marke wird komplettiert, BAGS, BELTS & MORE, BODYWEAR, SOCKS und auch Fragrance. |